Workcamp Costa Rica – Bijagua

Bevor es nach Costa Rica losging, begann das Workcamp für uns einige Wochen vor Abflug mit dem Vorbereitungsworkshop in Bonn.

Dort lernten wir als Gruppe uns und unseren Teamleiter zum ersten Mal kennen und verbrachten das Wochenende damit,uns mit unserem Zielland und der Frage,was es überhaupt heißt Freiwilligenarbeit zu leisten, auseinanderzusetzen und schon einmal grob zu überlegen, welche Orte wir in der Reisewoche ansteuern wollten. Kurze Zeit später trafen wir uns in aller Frühe am Flughafen in Frankfurt wieder, um gemeinsam die nächsten vier Wochen zu verbringen. Nach 14 Stunden Flug kamen wir endlich in San José an. Von dort wurden wir abgeholt und in unseren Projektort Bijagua gebracht. Wir lebten auf der Finca Verde Lodge.

Von den drei Wochen, die wir dort waren, arbeiteten wir eine Woche auf der Lodge und zwei Wochen im Ort. In den ersten Tagen auf der Lodge bestand unsere Arbeit darin einen Schuppen, in dem Materialien untergebracht werden, abzureißen und dann in größer wieder aufzubauen. An den anderen Tagen fegten wir z. B. Blätter auf, verteilten Sägespäne auf den Wegen und buddelten die Dränagen wieder frei.

In der zweiten Woche arbeiteten wir in einem der Parks der Stadt. Dort bestanden unsere Aufgaben unter anderem darin, Müll zu sammeln und die Bänke und einen Pavillon zu putzen und dann zu streichen. Am Samstag pflanzten wir Bäume bei einem Wasserkraftwerk für dessen Bau 3.000 Bäume gefällt wurden und nun 15.000 neue gepflanzt werden sollten. Mittlerweile wurden schon fast 30.000 gepflanzt. Am Nachmittag besuchten wir eine Pfadfindergruppe. Die dritte Woche verbrachten wir mit Arbeiten in der Schule wie z.B. dem Reinigen der Regenrinnen und dem Freischaufeln des Volleyballfelds und von verstopften Rohren. Bei unserer Arbeit stellten wir fest, dass in Deutschland alles irgendwie organisierter und durchgeplanter zugeht als bei den Ticos: Die Farbe reicht nicht? - Na dann machen wir erst mal was anderes; derjenige, der weiß, wie man so einen Schuppen baut, ist nicht da? - Gut, dann machen wir heute früher Schluss. Von kleinen Problemen oder spontanen Planänderungen lässt sich dort niemand aus der Ruhe bringen.

An den Wochenenden machten wir Ausflüge an den Strand nach Tamarindo, in eine Tierauffangstation, zu einem Wasserfall in der Nähe von Cañas und zum Rio Celeste. Bevor wir in unsere Reisewoche aufbrachen, bereiteten wir als Dank für die herzliche Aufnahme und das super Essen auf der Lodge einen deutschen Abend vor, an dem es Flammkuchen und Kaiserschmarrn zu essen gab.

Das erste Ziel unserer Reisewoche war Tortuguero, dort konnten wir nachts am Strand Schildkröten beobachten und machten eine Kanufahrt durch den Nationalpark. Dann ging es für uns nach Manuel Antonio, wo einige von uns sich am Surfen versuchten.

Gegen Ende der Woche ging es nach San José und von dort aus zurück nach Deutschland.

Teilnehmer_in 2015

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