Workcamp-Erfahrungen aus Südafrika
Im Frühjahr 2026 engagierten sich sieben junge Erwachsene gemeinsam mit einer ehrenamtlichen Workcamp-Leitung im sozialen Kolping-Projekt “Kinderbetreuung am Kap der Guten Hoffnung” nahe Kapstadt. Während des Workcamps unterstützten sie die Arbeit vor Ort, lernten Land und Leute kennen und sammelten wertvolle Erfahrungen im internationalen Austausch. Wie die Gruppe das Workcamp erlebt hat, welche Herausforderungen und Highlights sie begleiteten und warum sich die Teilnahme gelohnt hat, erfährst du im folgenden Kurzinterview.
Wie war euer erster Eindruck vor Ort?
Als wir bei den Gastfamilien angekommen sind, haben wir uns gefühlt, als wären wir Teil der Familie. Durch die herzliche und fröhliche Art unserer Gasteltern, haben wir uns gleich wie zu Hause gefühlt. Auch die Willkommensfeier am Abend, bei der wir die lokale Projektgruppe kennengelernt haben, hat dazu beigetragen, dass wir uns sofort willkommen gefühlt haben!


Was waren eure Aufgaben im Workcamp?
Während unseres Workcamps waren wir in zwei Projekten. Zum einen im Butterfly Art Project (Betreuung für Kinder aus dem Township, wo diese an Kunst herangeführt werden), zum anderen im iThemba Kindergarten (Kindergarten im Township).
Im Butterfly Art Project bestanden unsere Aufgaben u.a. aus Klassenräumen und Materialräumen aufräumen, kreativen Aufgaben, Nachmittagsbetreuung für die Kinder und Assistieren im Unterricht. Am besten haben uns hierbei das Malen von unterschiedlichen Länderflaggen für die benachbarte Schule, das Fußballspielen mit den Kindern sowie das Aufräumen eines Materialcontainers gefallen.
Im Kindergarten durften wir z.B. die Lehrkraft im Unterricht unterstützen, mit den Kindern Lesen, Basteln und Spielen. Diese Aufgaben haben uns allen sehr viel Spaß gemacht, da die Lehrkräfte sehr herzlich waren und uns sehr stark in den Unterricht integriert haben. Die Kinder des Kindergartens waren sehr liebevoll, aber auch kontaktfreudig und anhänglich. Die Arbeit dort hat uns allen sehr viel Freude bereitet.



Welcher Moment war für dich der schönste?
Während unserer Zeit in Südafrika haben wir sehr viele unterschiedliche Menschen und Orte kennengelernt. Der schönste Moment war daher für jeden ein anderer. Während einigen der Ausflug zum Cape Point besonders gut gefallen hat, war das Highlight bei anderen die Wanderung zum Tafelberg. Alles in allem haben wir unsere vier Wochen sehr genossen, besonders die Momente mit den Kolping Young Adults - den Jugendlichen aus der Gemeinde vor Ort.


Gab es Herausforderungen?
Während des Workcamps gab es in der Tat ein paar Herausforderungen, die jedoch individuell waren. Da wir besonders viel mitnehmen wollten, in den vier Wochen in Südafrika, war das Programm sehr vollgepackt mit Aktivitäten. Wir haben versucht regelmäßig Pausen einzubauen und sind gegenseitig Kompromisse eingegangen. Als Gruppe haben wir gegenseitig aufeinander Acht gegeben und geschaut, dass es allen gut geht. Dadurch hatten wir alle eine schöne Zeit.
Im Butterfly Art Project haben leider einige Materialien für unsere Aufgaben gefehlt und es gab nicht immer eine Aufgabe. Deshalb haben wir uns bei Bedarf eigene Aufgaben gesucht, waren kreativ und haben das Beste daraus gemacht. Das Projekt im Butterfly Art Project wird daher zukünftig nicht mehr angeboten werden. Als Alternative haben wir nach einem zusätzlichen Projekt gefragt und durften dann noch in den iThemba Kindergarten gehen.
Wem würdest du eine Teilnahme empfehlen?
Wir würden ein Workcamp jedem empfehlen, der eine andere Art des Reisens kennenlernen, Erfahrungen sammeln und seine eigene Komfortzone dabei verlassen möchte. Grundsätzlich sollte man Offenheit und Toleranz für andere Kulturen und Interesse für das gewählte Land mitbringen. Für uns war das Workcamp eine Art rauskommen. Man denkt wenig an zu Hause, entflieht dem Alltag, hat eine Menge Spaß und lässt sich komplett auf die vier Wochen ein. Uns allen hat es sehr gefallen und wir planen zukünftig alle an einem weiteren Workcamp teilzunehmen 😊.

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