Workcamp Namibia – Okondjatu

Erfahrungsbericht Namibia 2025

Nach einem sehr langen Flug sind wir endlich in Namibia angekommen. Der erste Stopp war die Hauptstadt Windhoek, die sich kaum von unseren Großstädten unterscheiden lässt. In den Läden kann man alles finden, was man in Deutschland auch finden würde und Hochhäuser häufen sich an belebten Straßen, deren Verkehr unermüdlich ist.

Die Realisation, tatsächlich in einem unbekannten Land mit neuen Eindrücken zu sein kommt erst beim Verlassen der Stadt. Kurz nach dem man aus ihr herausgefahren ist, sieht man die ersten Häuser mit Wellblechdach, die in Namibia zwar nicht unüblich sind, aber ungewohnt für uns. Auf den endlos langen Straßen durch die Landschaft kann man Tiere zu Gesicht bekommen, die man in Deutschland nur in Zoos finden würde und selten kommen kleine Dörfer oder vereinzelt auch nur ein paar Häuser ins Sichtfeld. 

Okondjatu selbst ist ein starker Kontrast zu Windhoek. Nach der herzlichen Begrüßung von Pastor Engelbert und dem Gepäck verräumen hat er uns auch schon Teile des Dorfes gezeigt. Der „HopeSpot“ war der Ort an dem wir die Zeit über gearbeitet haben. In zwei Containern sind die Räume für den Kindergarten gesetzt worden, in dem die Kinder vormittags und teilweise auch nachmittags ihre Zeit verbringen. Der erste Besuch in der Schule war etwas ungewohnt, da fehlendes Geld für Renovierungen sichtbar wird. Nichtsdestotrotz sind die Kinder, jedenfalls wenn sie um uns herum sind, unglaublich lebensfroh und man erhält pro Tag eine Menge Umarmungen (Grenzen setzen ist hier wichtig). Wir fanden es alle sehr interessant, ein bisschen was über das Namibische Bildungssystem zu erfahren. Nur weil etwas für uns befremdlich ist, bedeutet es nicht, dass es nicht gut ist. Allgemein sind die Bewohner*innen Okondjatus unglaublich herzlich und offen und auch in der Kirche sind wir extra vorgestellt und warm aufgenommen worden. 

In Okondjatu gibt es einige Menschen, die aufgrund der wirtschaftlichen Situation keine Arbeit finden können. Häufiger sieht man deshalb Menschen, die bereits tagsüber Alkohol konsumieren. Direkt neben dem Hopespot befindet sich eine kleine Bar, die für viele lustige, jedoch auch einige unschöne Szenarien gesorgt hat. Pastor Engelbert predigt selbst stark gegen Alkohol, denn wie aus einer seiner Predigten zu entnehmen war, verfiel er selbst in seinem jungen Erwachsenenalter einem exzessiven Alkoholkonsum und kennt demnach die Auswirkungen. Aus diesem Grund sollten sich auch die Workcamp-Teilnehmenden in der Zeit des Aufenthalts in Okondjatu von Alkohol fernhalten und Engelberts Einstellung zu der Problematik respektieren. 

Ansonsten war wirklich viel zu tun, das Neustreichen des Kindergartens hat seine Zeit gedauert.  Außerdem sollte er natürlich für Kinder gestaltet sein, deshalb wurde er noch mit diversen Karten und Tieren verschönert. Auf der Spielfläche ist ein Barfußpfad entstanden, die Arbeit daran war körperlich sehr anstrengend. Nachdem wir uns in die Arbeit eingefunden und das Wetter in Okondjatu kennengelernt haben, beschlossen wir an den meisten Tagen eine Mittagspause einzulegen, da die Sonne zu intensiv brannte und jegliche körperliche Aktivität erschwerte. Morgens und Nachmittags war es aber gut auszuhalten. Sonnencreme darf man jedoch nicht vergessen. Das Verhältnis zwischen der Workcampgruppe und den Angestellten des Kindergartens wurde immer offener, am Ende hatten wir alle ein sehr freundschaftliches Verhältnis. 

Zusätzlich zu den Arbeitswochen war der Aufenthalt in Namibia nie langweilig, die Reise durch das Land in der letzten Woche hat viel Neues gezeigt und hat auch nochmals den Unterschied zwischen den touristischen Orten und den Dörfern verdeutlicht. Wenn die Gruppe, wie in unserem Fall, gut zusammen funktioniert, wird auch die gesamte Reise direkt viel schöner und lustiger. Das Workcamp an sich ist sehr zu empfehlen!

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Nach einer Fahrt durch die weite Landschaft Namibias erreichen wir den Projektort Okondjatu. Dort können wir in sozialen und handwerklichen Projekten…

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