Workcamp Ecuador – Galápagos 2018

„Du entdeckst eine neue Welt, wenn du den Mut hast, die alte zu verlassen.“

Voller Vorfreude und Spannung was uns die nächsten vier Wochen erwartet trafen wir uns am Samstag, den 04.04.2018 am Frankfurter Flughafen. Wir, das waren fünf abenteuerlustige Deutsche zwischen 17 und 26 Jahren. Die anderen hatten sich schon bei einem Vorbereitungsworkshop kennengelernt, an welchem ich aber leider nicht teilnehmen konnte und so sah ich meine Reisegruppe hier das erste Mal. Bis wir auf den Galapagosinseln ankamen, was ca. 36h und drei Länder (Spanien, Mexiko, Ecuador) später war, hatten wir uns schon ein bisschen kennengelernt.

 

Vom Flughafen wurden wir von Giovanni, dem Verantwortlichen unseres Projekts hier auf den Inseln, mit einem Pick-Up abgeholt. An solche Pick-Ups gewöhnten wir uns schnell, denn andere Autos gibt es hier nicht. Genau wie an die nicht ganz so strengen Personengrenzen in und auf den Autos. Wir fuhren vorbei an der wunderschönen Küste in das grüne Inselinnere, wo im Gebiet, das übersetzt „Die Einsamkeit“ heißt unsere Hasienda lag, auf der wir die nächsten drei Wochen verbringen sollten. Ich war positiv überrascht und sogar begeistert von unserer Unterkunft. Wir vier Mädels hatten ein gemeinsames Zimmer, es gab ein gemütliches Wohnzimmer, eine Küche, sanitäre Anlagen, die in Ordnung waren und vor allem gab es die Möglichkeit in Hängematten und auf Bänken draußen gemütlich zu chillen. Nachdem wir unsere Rucksäcke ausgepackt und uns frisch gemacht hatten erkundeten wir die wunderschöne Städtchen St. Christobal. Während im Landesinnere öfter mal Nieselregen angesagt war, war an der Küste fast immer Sonnenschein.

Schon am nächsten Tag begann unser Alltag. Um 9 Uhr bekamen wir jeden Tag eine Einweisung in die Arbeit die anstand, der Grund warum wir diese Tätigkeit ausführen sollten und auf was wir besonders achten mussten. Um 11.30 Uhr war Mittagspause und nachmittags arbeiteten wir nochmals von 14 bis 16 Uhr. Wir hatten die unterschiedlichsten Aufgaben. Viele Arbeiten waren draußen in der Natur, wie etwa Pflanzen entfernen, am Strand Müll einsammeln, Samen sammeln, Familien die in der Nähe lebten bei der Arbeit unterstützen und vieles mehr. Zwei Mal die Woche kamen außerdem behinderte Kinder auf die Farm und wir halfen bei einer Reittherapie und spielten mit den Kindern. Wir lernten außerdem viel über Hof und Gartenarbeit, säten Samen, ernteten Obst und Gemüse, lernten wie Kaffee wächst, was er zum Wachsen braucht und wie aus einer Kaffeebohnen unser trinkfertiger Kaffee wird. Außerdem gab es Kühe, einen Hund und eine Katze sowie nicht zu vergessen ein sehr süßer Esel, der nur leider noch nicht ausgewachsen war und daher noch keine Lasten tragen darf. Wir machten sogar zusammen mit Pepe, ein Angestellter von der Hasienda, der dort dauerhaft lebt Käse von eigener Milch. Ein Highlight war auch immer die selbstgemachte Pizza, die wohl leckerste Pizza die ich je gegessen habe. 

An den Wochenenden hatten wir viel Zeit zur Verfügung um die anderen Inseln des Galapagosarchipel zu besichtigen, die faszinierende Tierwelt der Galapagosinseln zu bestaunen, Wanderungen zu unternehmen und einfach die Natur zu genießen.

Eines meiner persönlichen Highlights war der Abschluss unserer drei Wochen. Die Schüler die wir teilweise von der Reittherapie kannten, hatten von ihrer Schule ein Schulfest. Dieses wurde sehr groß gefeiert, mit einer Parade und Vorführungen. Gemeinsam mit den Eltern und Einheimischen hatten wir die Möglichkeit dieses Spektakel zu verfolgen.

Für mich persönlich waren es drei einzigartige Wochen. Drei Wochen ohne viel Handyempfang, dafür mit sehr viel Zeit in der Natur und mit tollen Gesprächen. Wir haben viel erlebt und gesehen, was normalen Touristen verwehrt bleiben würde.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge stiegen wir nach drei Wochen in das Flugzeug, das uns nach Quito in Ecuador brachten. Hier hatten wir noch eine Woche zur Verfügung um zu reisen und uns das Festland anzuschauen.

Ich habe auch diese Zeit total genossen. Trotz der Tatsache, dass wir uns vor der Reise noch nicht kannten, waren wir eine sehr harmonische Gruppe und hatten eine tolle Reisewoche. Quito ist mit 2.850 Meter die höchstgelegene Stadt der Welt und man kann hier so viel erleben. Wir waren z.B. auf dem Teleferiqo, eine Luftseilbahn mit der man auf einen fast 4.000 Meter hohen Berg in Quito fährt und sind dort mit Pferden geritten, wir haben eine zweitätige Tour nach Mindo organisiert, wo wir Tubing, eine Schokoladentour und eine Wasserfalltour gemacht haben und haben uns natürlich Quitos Altstadt angeschaut sowie den Vulkan Cotopaxi.

Traurig, dass die Zeit so schnell vorbeiging, aber unendlich glücklich über die ganzen Erlebnisse und Erinnerungen und Momente, die einem keiner mehr nehmen kann, saßen wir nach vier Wochen wieder im Flugzeug zurück nach Deutschland.

Teilnehmer*in 2015 (Text an einer Stelle gekürzt)

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