Workcamp Kenia – Sega

Hallihallo, alle zusammen! :-)

Gerade sitzen wir bei Kerzenschein in unserem gemütlichen „Wohnzimmer“. Leider hatten wir die letzten Tage häufig Stromausfall, aber eigentlich macht uns das gar nicht so viel aus. Aber jetzt erstmal zu unserer abenteuerlichen, interessanten, aber vor allem langen Anreise. Samstagmittag ging es für alle mit dem Zug Richtung Frankfurt Flughafen. Zum Glück sind alle pünktlich angekommen und wir haben früh eingecheckt und unser Gepäck aufgegeben. Nach 7 Stunden sind wir in Äthiopien gelandet und sind nach einer Stunde Wartezeit in den Flieger nach Nairobi gestiegen, wo wir gegen 10 Uhr Ortszeit angekommen sind, allerdings hat es dann noch ewig gedauert, bis wir aus dem Flughafengebäude raus konnten, da wir uns teilweise noch um Visa kümmern mussten und vor allem musste jeder so einen Zettel über Ebola ausfüllen, z.B. ob man in den letzten Wochen in Westafrika war oder irgendwelche Gesundheitsbeschwerden hatte. Dann wurde noch bei allen Fieber gemessen und wir konnten endlich unser Gepäck abholen und Geld abheben, insofern das denn geklappt hat...

Ab 12:30 saßen wir dann in einem Matatu (eine Art Bulli, allerdings nur mit kenianischem TÜV). Es war sehr viel Verkehr in der Innenstadt... Von daher sind wir erst nachmittags wirklich losgefahren, die Fahrt war aber sehr schön und wir haben schon Zebras, Warzenschweine, Gnus, Gazellen & Paviane gesehen. Allerdings wurde die Fahrt dann doch noch sehr lang und wir waren erst um 23 Uhr in Sega, wo wir noch schnell etwas gegessen und dann alle geduscht und geschlafen haben. Unsere Unterkunft ist wirklich sehr schön. Wir leben mit dem Father, seinen Angestellten und seit kurzem auch noch mit zwei anderen deutschen Freiwilligen auf dem Gelände um die Kirche herum. Unser kleines Häuschen, besteht aus vier Schlafzimmern, einem Wohnzimmer und einem Innenhof. Wir haben sogar ein Badezimmer mit Dusche und Toilette, welche aber beide nicht genutzt werden können, von daher nutzen wir das Zimmer nur um uns mit Hilfe von einem Eimer Wasser zu duschen, was aber eigentlich keine großen Probleme bereitet. Zu unserem Häuschen gehört natürlich auch noch der Hund Viper, welcher zwar etwas stinkt, aber ein sehr lieber Hund ist und nachts immer auf uns aufpasst, wenn z.B. jemand auf die Toilette muss, welche150 m entfernt ist und quasi nur aus einem tiefen Loch im Boden besteht. In den letzten Tagen wurden wir in verschiedenen Grundschulen der Gegend vorgestellt, haben mit den Kindern geredet, gespielt und schon etwas unterrichtet. Zwei von uns hatten auch schon die Möglichkeit, sich ein örtliches Krankenhaus anzugucken. Das Wochenende waren wir in Kisumu. Dort haben wir lecker gegessen und uns den Massai Markt und den Kibuye Markt angeschaut. Außerdem konnte man von der Dachterrasse aus den Viktoriasee sehen. Ansonsten geht es uns allen sehr gut, außer natürlich den ersten Magen-Darm Beschwerden, aber insgesamt fühlen wir uns sehr wohl!

Ab Mittwoch 10.09.2014:

Hallo Welt, hier noch ein paar Neuigkeiten aus Kenia! Wie so oft sitzen wir gerade zusammen in unserem Wohnzimmer. Also fangen wir einfach da an, wo wir letztes Mal aufgehört haben. Am Mittwoch haben wir uns aufgeteilt, zwei von uns waren in der Primary-School und haben Englisch unterrichtet, zwei waren beim Fundy zum Haare flechten und nachmittags waren zwei bei einer Farm, die zu einem Kinderheim gehört. Am Donnerstag haben wir alle ein bisschen Gebärdensprache gelernt, denn wir haben die Deafclass der Primary-School besucht. Da haben wir gelernt unseren Namen zu buchstabieren, uns vorzustellen und ein bisschen zu kommunizieren. In der Pause haben wir mit den Kindern Ball gespielt und sind Fahrrad gefahren! Am Abend hat die Kolpingfamilie für uns eine „kenyan night“ veranstaltet. Es gab viele kenianische Gerichte wie Ugali, Chapati, Sucuma, Chicken (samt Kopf), Talapiafisch... Da leider Stromausfall war, musste der Tanz-Teil ausfallen. Am Freitag war Schminktag. Wir haben die Kinder der Nurseryclass geschminkt. Darunter waren Löwen, Tiger, Eisprinzessinnen, Clowns und vieles mehr. Die Kinder und natürlich auch wir hatten viel Spaß! Am Samstag sind wir früh in Richtung Kakamega aufgebrochen, um uns den Regenwald anzuschauen. Nach einer langen und kuscheligen Fahrt im Matatu sind wir um 15 Uhr am Nationalreserve angekommen und haben eine ca. zweieinhalb Stunden lange Wanderung mit Lianen, Wasserfälle und Affen gemacht. Dabei haben wir Paviane, schwarzweiße Meerkatzen und verschiedene Schmetterlinge gesehen.

Nach einer Nacht im Hotel sind wir dann nach Kisumu gefahren, wo wir uns eine Mittagspause mit Pizza und Milchshakes gegönnt haben. Dann ging es weiter zu Leas Gastfamilie in Masogo. Nach einer abenteuerlichen Piki-Piki-Fahrt sind wir im Paradies von Florence und Aloyce angekommen. Nach dem Kennenlernen haben wir uns beim Baden im River Nyando abgekühlt. Dann haben wir gelernt, wie Ugali auf offenem Feuer gekocht wird und gemeinsam mit der Familie gegessen. Unser Schlaflager wurde im Wohnzimmer eingerichtet. Den Montagmorgen haben wir mit einer weiteren Runde Schwimmen begonnen und haben dann die Highrise School in Masogo besichtigt. Nachmittags ging es dann über Kisumu zurück nach Sega. Dienstag haben wir uns in einer weiteren Grundschule vorgestellt und dann mit den Vorschulkindern einen Zahnputzkurs gemacht. Am Nachmittag mussten wir dann alle unsere Klamotten vom Wochenende waschen und haben diese in der Sonne aufgehängt, um sie wenig später wegen eines Unwetters wieder abhängen zu müssen, um dann unser Wohnzimmer damit kreativ voll zu hängen. Unsere letzten Tage in Sega haben wir damit verbracht, zu packen, uns aufzuraffen und uns von allen lieben Menschen dort zu verabschieden! Am Donnerstag haben wir alle fleißig gekocht und dekoriert, um die Kolping Familie aus Sega zu einem deutschen Abend einladen zu können! Wir haben Pfannkuchen, Nudeln, Kartoffelbrei und eine Reispfanne gekocht, wovon alle Kenianer abends auch sehr begeistert waren (wir selbst haben uns natürlich auch über das deutsche Essen gefreut). Es war ein sehr schöner Abend, an dem wir viel aus Deutschland erzählen konnten, aber auch viel über Kenia gehört haben!

Am Freitag hieß es dann leider wirklich „Sachen packen“, da wir am Samstag in unsere Reisewoche und somit auch letzte gemeinsame Woche gestartet sind! Von Kisumu aus haben wir einen Nachtbus gebucht, welcher uns direkt nach Mombasa gebracht hat. Die Fahrt war zwar sehr lang, aber wenigstens sind wir nicht in einen Stau oder sonstige Probleme geraten. In Mombasa angekommen, haben wir bei einer deutschen Frau, die schon lange in Mombasa wohnt, gefrühstückt, danach sind wir mit einem kurzen Abstecher zum Supermarkt zu unserer wundervollen Cottage direkt am Strand gefahren, wo wir vier Nächte geblieben sind. Wir haben die meiste Zeit am Pool oder am Strand gelegen und abends immer gemeinsam gekocht. Einen Tag haben wir auch einen kleinen Schnorcheltrip unternommen. Nach diesen Paradies-ähnlichen Tagen ging es weiter zu einer mindestens genauso tollen Safari-Tour. Drei Tage lang haben wir zwei verschiedene National Parks mit unserem tollen Ranger Jimmy erkundet und dabei so viel gesehen: Elefantenherden, Büffelherden, Giraffen, Leoparden, Zebras, Strauße, Gazellen und nicht zu vergessen: ein Löwenweibchen und DREI Löwenmännchen aus direkter Nähe! Auch unsere Unterkünfte während der Safari waren ein Traum! Danach hieß es dann leider Abschied nehmen und wieder nach Deutschland fliegen.

Wir hatten alle eine besonders schöne Zeit, die wir bestimmt nicht so schnell vergessen werden!

Teilnehmer_in 2014

Erfahre mehr über dieses Projekt

Afrika >Kenia>Sega

Mitarbeit in einer kenianischen Dorfgemeinschaft

Der Projektort Sega liegt im Westen Kenias. Es gibt dort verschiedene Einrichtungen, wie Schulen, ein Waisenhaus, Kindergärten und…

Entdecke alle Erfahrungsberichte zu Workcamps:

Alle Erfahrungsberichte