Workcamp Thailand – Chiang Mai

An diesen Sommer werden wir bestimmt noch lange zurückdenken! Vier Wochen in Thailand liegen hinter uns – genauer gesagt in Chiang Mai.

Wir wollten neue Leute kennenlernen, neue Kulturen erkunden und viel Natur erleben und unsere Ferien- und Semesterzeit sinnvoll nutzen und wir wurden nicht enttäuscht. Jetzt können wir unsere eigenen Erfahrungen teilen und weiter empfehlen.

Am Samstag, den 12. August 2017 um kurz vor 15 Uhr, ging der Flug unserer neunköpfigen Workcampgruppe von Frankfurt in Richtung Chiang Mai. Durch das Kennenlernen beim Vorbereitungsworkshop in Bonn kannte sich der größte Teil der Gruppe schon und so starteten wir mit einem guten Gruppenklima in unser Abenteuer. Nach unglaublichen elf Stunden Flug und einem Flugzeugwechsel in Bangkok nach Chiang Mai waren wir sehr gespannt auf unseren Projektort.

Die School for Life liegt im königlichen Forst des thailändischen Königs ,eine dreiviertel Autostunde von Chiang Mai entfernt. Umringt von Bergen und Feldern erstreckt sich das weitläufige Gelände mit fünf Familienhäusern inmitten des Waldes. In einem Familienhaus wohnen ca. 25 Kinder mit einem familyteacher. Die Kinder, die diese Schule besuchen waren anfangs Aids-Waisen, nun sind es vor allem Kinder diskriminierter ethnischer Minderheiten, der Akha, Lisu, Lahu, Hmong, Karen und Thaiyai, die oft aus schwierigen Verhältnissen kommen und schlimme Dinge erlebt haben.

Hier verbrachten wir die ersten drei Wochen unseres Workcamps. Wir haben an dem Alltag der Kinder teilgenommen, begonnen hat dieser um 8 Uhr morgens mit dem täglichen Morningcall. Danach warteten unterschiedliche Projekte auf uns. Unser größtes Projekt war das „hydroponic greenhouse“, was nichts anderes als eine Pflanzenhaltung ist, bei der die Pflanzen in einem anorganischen Substrat wurzeln, da die thailändische Erde nicht nahrhaft genug ist. Die Ernährung der Pflanze erfolgt dabei über eine wässrige Lösung mit Nährsalzen. Dafür gingen wir mit den Schülern Bambus schneiden und sägten diese danach in die richtigen Größen. Als wir mit dem ersten Projekt fertig waren, ging es noch an zwei kleine Projekte – einem Kompost und die Erweiterung des Zaunes auf dem Schulgelände.

Natürlich waren wir nicht nur für diese drei Projekte in der School for Life, denn wir unterrichteten die Kinder in Englisch, spielten mit ihnen Spiele, sangen englische Lieder, tobten, malten und bastelten mit ihnen. Nachmittags ging es dann zum Sportplatz, wo wir mit den Kindern Volleyball und Fußball spielten oder einfach nur Fangen. Das alles war nicht immer einfach, da keiner von uns Thai sprach und nur sehr wenige Thais im Projekt Englisch, der tropische Regen kam uns immer mal wieder dazwischen und es war sehr viel Eigeninitiative gefragt.

Die drei Wochen vergingen natürlich schneller als erwartet, deshalb haben wir zum Abschluss einen deutschen Abend organisiert mit anschließendem deutschem Essen. Wir planten eine Olympiade mit einem Staffellauf, einem Schwungtuch, den Spielen „The floor is lava“, „Capture the flag“, Topfschlagen, Dreibeinlauf und vielem mehr. Nach einem erfolgreichen Nachmittag gab es dann Kartoffelsalat und Milchreis, der genüsslich verzehrt wurde.

Der Abschied ist keinem von uns leicht gefallen, da wir die Kinder schnell in unsere Herzen geschlossen hatten. Die Kinder merkten in den letzten Tagen, dass wir bald abreisen werden und umarmten uns noch öfter, als sie es sonst schon taten. Zum Glück gab es am vorletzten Tag noch eine große Party, für uns, für die August-Geburtstagskinder und die Neuankömmlinge, die ein ganzes Jahr dort bleiben werden. Es gab viel Musik, es wurde getanzt und gelacht, gegessen und wie üblich endete der ganze Spaß in einer Tortenschlacht. So wurde der letzte Tag zu einem ganz besonderem. Wir hatten eine wundervolle Zeit mit viel Spaß, Freunden und tollen Erlebnissen. Aber die Reise ging für uns mit einem weinenden, aber auch mit einem lachenden Auge weiter, denn unsere Vorfreude auf die Reisewoche war wahrscheinlich ein kleines bisschen größer.

Unsere Wochenenden, die wir während der Zeit im Projekt frei hatten, nutzten wir um den Norden zu erkunden. Wir reisten nach Chiang Mai, um uns dort unseren ersten Wat (Tempel) anzuschauen, bei einer Thaimassage zu entspannen, den Nachtmarkt zu erkunden, uns durch die thailändische Küche zu probieren, Elefanten zu füttern und mit ihnen baden zu gehen. Ebenfalls erkundeten wir Chiang Rai, eine der nördlichsten Städte in Thailand und bestaunten den weißen Tempel, Teeplantagen, wilde Affen und das goldene Dreieck. Dort wurde uns der Kontrast der verschiedenen Lebensstile erst einmal deutlich. Wir kannten bisher nur die School for Life, mit den sehr einfachen Bedingungen und den vielen Tiergeräuschen im Wald, die aber beruhigend waren. In den Städten dagegen war es voll mit Autos, Touristen und Lärm.

Unsere letzte Woche nutzten wir, um andere Teile des Landes zu bereisen. So flogen wir für fünf Tage nach Phuket und verbrachten anschließend noch zwei Tage in der Hauptstadt Bangkok.

Phuket liegt im Süden von Thailand. Wir verbrachten unsere Tage in einem Hotel direkt am Meer und entspannten am Pool, am Strand oder bei einem Aussichtspunkt, während des Sonnenuntergangs. Ein gemeinsamer Schnorchelausflug, bei dem wir viele schöne Fische gesehen haben, gehört zu unseren Highlights. Nach dieser Erholung ließen wir unsere Reise in Bangkok ausklingen, gingen nochmal zu einem Nachtmarkt, suchten das Shoppingcenter auf, besichtigten den Königspalast, Chinatown und bestaunten den schönen Ausblick über ganz Bangkok vom Golden Mountain, wobei Bangkok bei Nacht doch am schönsten aussieht. Am Abend des 09. Septembers hieß es sich von Thailand zu verabschieden und die Heimreise anzutreten. Schlussendlich war die Reise für uns eine beeindruckende und erlebnisreiche Zeit, in der wir Freunde gefunden und Thailand kennengelernt haben. Wir werden die thailändische Gelassenheit und Freundlichkeit sehr vermissen.

Diese #gorgeous Zeit wird uns für immer in Erinnerung bleiben.

Teilnehmer_in 2017

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