Workcamp USA – Los Angeles

Samstagmorgen ging es los nach London.

Nach ein paar Stunden Aufenthalt ging es dann weiter nach Los Angeles, wo wir dann abends am Flughafen von einer Gastfamilie in Empfang genommen wurden. Dort holten wir den Mietwagen ab und trafen uns dann alle gemeinsam bei der Gastfamilie Perez, wo wir mit Getränken herzlich begrüßt wurden. Nach der langen Reise gingen dann alle zu ihren Gastfamilien und fielen müde ins Bett.

Am nächsten Tag verbrachte jeder Zeit mit seiner Gastfamilie, um sie näher kennen zu lernen. Wir besuchten einen Gottesdienst und fuhren danach gemeinsam mit unserem Gastbruder nach Little Tokyo. Dort war zu dieser Zeit ein japanisches Festival, bei dem wir uns die Parade anschauten und uns durch die Essensstände futterten. Am Abend besuchte uns unser Projektpartner Father Bosco, mit dem wir draußen im Garten saßen. Durch den Jetlag waren wir am nächsten Morgen fast froh so früh zur Arbeit aufstehen zu können. Mit dem Mietwagen fuhren wir dann alle zusammen zum St. Francis Center, wo uns das Team in die tägliche Arbeit einführte und uns über die Geschichte des St. Francis Center erzählte. Montags bestand das Programm aus „Frühstück-to-go Service“, wo wir bei der Essensausgabe mit halfen. Anschließend halfen wir bei der Sortierung des Lagers mit und sortierten Kleiderspenden und Drogeriespenden.

Direkt nach der Arbeit fuhren wir zum Venice Beach. Dort hatten wir einen entspannten Tag am Strand. Den Abend verbrachten wir alle mit unseren Gastfamilien und kochten teilweise mit ihnen.

An unserem zweiten Arbeitstag ging es diesmal los mit einem Frühstück, bei dem die Obdachlosen sich in 6er Gruppen jeweils an Tischen zusammen fanden. Wir halfen mit beim Aufdecken, Aufräumen und Koordinieren des Frühstücks. Anschließend wurden Lunchpakete gepackt und die Vorbereitungen für den kleinen kostenlosen Supermarkt getroffen. Von 11:00 – 12:30 Uhr halfen wir dann bei der Ausgabe der Lebensmittel mit. Dort besuchte uns dann auch Father Bosco, der die anderen Teilnehmer zum ersten Mal kennen lernte und begrüßte. Nach der Arbeit ging es dann Richtung Downtown zum Grand Central Market, wo wir gemeinsam aßen und unsere Reisewoche weiter planten. Anschließend gingen wir zu einem Aussichtspunkt, wo manche wagemutig an einem Bankgebäude eine Glasrutsche im 75. Stock hinunterrutschten. Abends ging es zum Abendessen wieder zurück zu den Gastfamilien. Am Mittwoch ging es direkt nach der Arbeit nach St. Monica, wo wir uns den Pier anschauten und Strand und Meer genießen konnten. Auf dem Rückweg legten wir noch einen kurzen Stopp am Highway bei einem der Donutläden ein.

Den darauf folgenden Tag verbrachten wir unsere Freizeit mit unserem Gastbruder Santi in Downtown auf einem großen Flohmarkt. Nach einer kurzen Pause bei den jeweiligen Gastfamilien fuhren dann noch in einen Shoppingmall in der Nähe von unseren Häusern. Am Freitag ging es nach der Arbeit auf nach Beverly Hills, wo wir mit unserem Mietauto durch die schönen Straßen fuhren und die Villen bewunderten. Anschließend schlenderten wir noch über Rodeo Drive und genossen ein paar leckere Cupcakes. Allzu spät ging es nicht nach Hause, da bei unserer Gastfamilie Perez abends die Geburtstagsfeier für die Teilnehmer_innen Anna und Milan stattfand. So gab es eine Geburtstagsfeier im mexikanischen Stil mit Pizza und Torte.

Auch am Wochenende gab es wieder volles Programm. Die meisten nutzten den Samstag um auszuschlafen und ausgiebig zusammen mit den Gastfamilien zu frühstücken. Luz machte uns Mickey Maus Pancakes. Anschließend startete unsere Hollywood Tour mit zwei von unseren Gastbrüdern. Wir besichtigten den Union Square, Walk of Fame und den Universial City Walk. Am Abend besuchten wir mit einem der Gastväter ein Musikfestival in unserer Nähe und fielen alle todmüde ins Bett. Am Sonntag ging es nach dem Kirchenbesuch für einen Tagesausflug nach St. Barbara. Auf dem Weg dorthin legten wir noch einen Zwischenstopp für ein Strandpicknick ein und genossen die Reste der Geburtstagstorte von Freitag. In St. Barbara angekommen, besichtigen wir den Künstlerflohmarkt, die wunderschöne Innenstadt und genossen den Ausblick auf die Stadt vom Courthouse. Die restliche Zeit verbrachten wir am Strand bis wir uns dann abends auf den Heimweg machten und legten auf dem Rückweg noch einen Zwischenstopp für ein gemeinsames Abendessen ein. Am Montag ging es dann wieder früh morgens zum St. Francis Center, nach dem Wochenende war es schön alle wiederzusehen und da wir bereits eine Woche Arbeitserfahrung hatten, kam man schnell wieder in die Arbeitsroutine rein. Auch war es schön, immer wieder einige bekannte Gesichter beim Frühstück zu sehen, sodass sich im Laufe der Zeit viele Gespräche und Kontakte entwickelten. So bekamen wir viele berührende Lebensgeschichten mit und trafen auf sehr viel Dankbarkeit. Der Abschied fiel uns allen am letzten Tag dann sehr schwer. Nach der Arbeit ging es in ein riesiges Outlet und abends führte uns einer der Gastväter auf eine Wanderung zum Hollywood Sign. Hier hatten wir eine tolle Aussicht auf ganz LA und schauten den Sonnenuntergang von oben an.

Dienstag ging es nach der Arbeit direkt nach Malibu, wo wir bis zum Sonnenuntergang blieben und einen schönen und entspannten Tag hatten. Nach einem weiteren Arbeitstag ging es direkt zurück zu unseren Gastfamilien, wo wir ein entspanntes Barbecue im Garten hatten. Abends trafen wir uns bei der Gastfamilie Meija, um dort von einem Hügel aus den Sonnenuntergang mit Blick auf Downtown anzuschauen. Danach saßen wir noch gemeinsam gemütlich bei den Mejias im Garten. Nach unserem vorletzten Arbeitstag ging es wieder zu den Meijas in den Garten zum Picknicken. Daraufhin ging es in den Supermarkt, um für den deutschen Abend einzukaufen. Bei unserer Gastfamilie Perez ging dann das große Kochen und Vorbereiten los. Kartoffelsalat, Spätzle, Käsespätzle, Frikadellen und andere deutsche Spezialitäten. Gegen sieben Uhr trafen unsere Gäste ein, die jeweiligen Gastfamilien und Freunde und Familie der Familien und Carlos, ein weiterer freiwilliger Mitarbeiter von der Arbeit. Carlos holten wir in Downtown von zu Hause ab, er hatte für jeden von uns eine kleine Tüte mit mexikanischen Süßigkeiten und einer Postkarte vorbereitet. Am deutschen Abend wurde lecker gegessen und wir zeigten Postkarten, Bilder und Plakate von unseren Heimatregionen in Deutschland. Am letzten Arbeitstag machten wir zum Abschied noch ein paar Fotos mit unseren Stammgästen, mit denen wir in den letzten zwei Wochen viele Gespräche geführt hatten und sie ins Herz geschlossen haben. Einer der Gäste bedankte sich sogar mit einem selbst gemalten Bild bei Anna. Nach dem Frühstücksprogramm gab es eine Yogaeinheit für die Senioren, bei der auch wir mitmachten. Anschließend verteilten wir die vollen Einkaufstüten, die wir vorher für die Senioren gepackt hatten. Auch das Personal verabschiedete sich herzlich von uns.

Nach der Arbeit besuchten wir Carlos zu Hause, wo wir gemeinsam Pizza aßen. Abends ging es dann mit den Gasteltern Jose und Yvette zu einem Baseballspiel der L.A Dodgers gegen die Chicago Cubs. Obwohl die Dodgers verloren, war die Stimmung im Stadion gut und es gab sogar ein Feuerwerk am Ende des Spiels. Am Samstag teilte sich die Gruppe. Drei besuchten die Universal Studios und verbrachten dort einen ereignisreichen Tag, unter anderem in der Harry Potter Welt. Wir anderen fuhren erneut nach Venice, wo wir unter anderem den Artists & Fleas Flohmarkt besuchten, durch die schönen Gassen schlenderten und zum Strand gingen. Auf dem Rückweg wurde ein kleiner Zwischenstopp beim Farmer’s Market und bei 'The Grove' eingelegt. Abends wurden die Taschen gepackt, da es am nächsten Morgen auch schon los zur Reisewoche ging.

Am nächsten Morgen ging es zunächst ins Disneyland, wo wir die verschiedensten Attraktionen besuchten, wie zum Beispiel die Star Wars-Welt oder die Fluch der Karibik-Bahn und zahlreiche Fotos mit Mickey Mouse machten. Am späten Nachmittag fuhren wir dann nach San Diego, wo wir alle einen gemütlichen Abend mit unseren neuen Gastfamilien verbrachten. Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen mit Ausblick auf Pool oder Bergpanorama ging es nach San Diego Old Town. Dort konnten wir den historischen Stadtkern besichtigen, wobei der mexikanische Einfluss stark zu spüren war. Dann ging es nach Downtown ins Gaslampquarter, wo wir die Gassen bis zum Seaport Village entlang schlenderten. Danach fuhren wir zum Balboa Park, wo wir unter anderem den botanischen Garten besuchten. Später bummelten wir noch über den 'open market', den uns unser Gastbruder empfohlen hatte, wo wir auch Gastgeschenke für unsere Familien besorgen konnten. Am Pool bei der Gastfamilie Ehman sammelten wir noch weitere Ideen und Freizeitmöglichkeiten für unsere Reisewoche, bevor wir uns um 19 Uhr am Pfarrheim mit Father Bosco trafen. Bei Father Bosco aßen wir gemeinsam Pizza. Es gab auch noch eine verspätete Geburtstagstorte für Anna und Milan, da Father Bosco an deren Geburtstagsfeier in L.A leider nicht teilnehmen konnte. Wir redeten über die vergangenen Wochen in Los Angeles und berichteten Father Bosco über unsere Erfahrungen, Eindrücke und Bekanntschaften, die wir im St. Francis Center und in den Gastfamilien gesammelt hatten. Father Bosco erzählte uns außerdem von seinen anderen Projekten, vor allem in Uganda. Anschließend fuhren wir satt und müde in die Gastfamilien zurück.

Am Dienstag ging der Großteil von unserer Gruppe ins Sea World, wofür uns Father Bosco netterweise Tickets organisiert hatte. Nur zwei der Teilnehmenden gingen stattdessen nach Tijuana, um die Nähe zur mexikanischen Grenze auszunutzen. Nachmittags genossen wir die Aussicht von den Sunset Cliffs und machten einen Großeinkauf im Supermarkt für unseren Road Trip nach Las Vegas und zum Grand Canyon. Unseren letzten Abend in San Diego verbrachten wir bei einem gemeinsamen Dinner mit unseren jeweiligen Gastfamilien. Die einen gingen zum Taco Tuesday und Trivia Quiz in ein Restaurant, die anderen hatten ein hausgemachtes Barbecue auf der Terrasse. Am nächsten Morgen starteten wir schon früh unseren Road Trip Richtung Las Vegas.

Dort angekommen, wurden wir von molligen 40 Grad empfangen und machten deshalb erstmal eine kurze Pause im Hostel. Erster Stopp am Nachmittag war das berühmte Las Vegas-Schild am Anfang des Strips, zu dem wir mit dem Shuttle-Bus hinfuhren. Danach bummelten wir den Strip hinunter und schauten uns unter anderem die Freiheitsstatue, den Eiffelturm und Klein-Venedig an. Nach einer Verschnaufpause ging es wieder los vom Hostel Richtung Strip, wo wir uns zuerst im Circus eine Akrobatikshow ansahen. Nächster Halt war der Caesars Palace, wo wir vor allem die spektakuläre Eingangshalle bewunderten. Im Casino versuchten die über 21-Jährigen ihr Glück an den Spielautomaten. Danach schauten wir uns die eindrucksvolle Wasserfontänenshow am See des Hotels Bellagio an. Anschließend schlenderten wir den Strip erneut bis zu Klein-Paris und -Venedig hinunter und gingen zum berüchtigten Burgerladen White Castle. Zurück im Hostel fielen wir alle supermüde ins Bett.

Am nächsten Morgen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück früh los zum Grand Canyon. Auf der Fahrt machten wir einen Zwischenstopp in Williams, welches direkt an der historischen Route 66 liegt. Hier besichtigten wir das kleine nette Städtchen und begaben uns dann weiter auf den Weg zum Grand Canyon. Dort bekamen wir es zum ersten Mal auf unserer ganzen Reise mit dem Regen zu tun. Den Canyon besichtigten wir zum einen Teil mit dem Shuttle-Bus, zum anderen wanderten wir auch zu Fuß auf den Trails entlang. Trotz des zwischenzeitlich aufkommenden Nebels und Regen, hatten wir einen spektakulären Aufenthalt am Canyon, den wir mit der Beobachtung des Sonnenuntergangs ausklingen ließen.

Danach machten wir uns auf den langen Heimweg zurück nach Los Angeles. Am letzten Tag ging es dann nochmal Richtung Downtown auf einen Flohmarkt, anschließend ging es in die Familien zurück, wo jeder seinen Koffer packte und gemeinsam mit der Gastfamilie zu Abend aß. Am Abreisetag gab es jeweils noch ein schönes gemeinsames Frühstück mit den Gastfamilien, bevor es dann auf zum Flughafen ging. Der Abschied fiel uns allen schwer, aber Pläne für eine Wiederkehr und einen Besuch der Gastfamilien in Deutschland wurden bereits geschmiedet.

Nach sehr ereignisreichen und aufregenden Wochen mit vielen neuen Erfahrungen und Freundschaften ging es dann zurück nach Deutschland.

Teilnehmer_in 2016

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